Wie entstehen Labordiamanten?

CVD und HPHT – Herstellung von Labordiamanten
ROSY DIAMANTWISSEN

Wie entstehen Labordiamanten?

Ein Labordiamant wird nicht gegossen oder einfach künstlich geformt. Er entsteht durch kontrolliertes Kristallwachstum.

Vom winzigen Diamantkeim über CVD oder HPHT bis zum geschliffenen Schmuckdiamanten durchläuft er mehrere präzise Arbeitsschritte.

DER PROZESS

Vom Diamantkeim zum fertigen Diamanten

Die Herstellung beginnt mit einem sehr kleinen Diamantkeim. Unter kontrollierten Bedingungen lagern sich weitere Kohlenstoffatome an die vorhandene Diamantstruktur an und der Kristall wächst.

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Diamantkeim

Eine kleine Diamantstruktur bildet die Grundlage für weiteres Kristallwachstum.

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Wachstum

Der Kristall wächst mithilfe eines kontrollierten CVD- oder HPHT-Verfahrens.

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Verarbeitung

Der entstandene Rohkristall wird geplant, geschliffen, poliert und anschließend beurteilt.

WichtigLaborherstellung bedeutet echtes Kristallwachstum. Es wird nicht lediglich die äußere Form eines Diamanten nachgebildet.
Diamantkeim als Ausgangspunkt für das Wachstum eines Labordiamanten
SCHRITT 1

Der Diamantkeim

Am Anfang steht eine kleine Diamantstruktur, häufig als Diamantkeim oder Seed bezeichnet.

Dieser Keim stellt bereits die geordnete Kristallstruktur bereit, an der sich während des Wachstums weitere Kohlenstoffatome anlagern können.

Das Ziel ist nicht, ein Material zu erzeugen, das lediglich wie ein Diamant aussieht. Es soll ein weiterwachsender Diamantkristall entstehen.

Ein hilfreiches BildDer Diamantkeim ist der Ausgangspunkt, von dem aus der Kristall unter kontrollierten Bedingungen weiterwächst.
SCHRITT 2 · CVD

Wie funktioniert das CVD-Verfahren?

CVD steht für Chemical Vapor Deposition.

Ein Diamantkeim wird in eine kontrollierte Reaktionskammer eingebracht. Dort entsteht aus kohlenstoffhaltigen Gasen eine aktivierte Umgebung, in der Kohlenstoff auf der Diamantoberfläche abgeschieden werden kann.

Auf diese Weise wächst der Diamant schichtweise weiter.

  • Diamantkeim als Wachstumsgrundlage
  • kontrollierte Gasatmosphäre
  • aktivierte Plasmaumgebung
  • schrittweises Kristallwachstum
CVD Wachstumsprozess eines Labordiamanten
HPHT Wachstumsprozess eines Labordiamanten
SCHRITT 2 · HPHT

Wie funktioniert das HPHT-Verfahren?

HPHT steht für High Pressure High Temperature.

Bei diesem Verfahren wird eine technische Umgebung mit sehr hohem Druck und hoher Temperatur geschaffen.

Unter diesen Bedingungen kann Kohlenstoff an einem Diamantkeim kristallisieren und ein größerer Diamantkristall entstehen.

  • sehr hoher Druck
  • hohe Temperatur
  • kontrollierte Wachstumsumgebung
  • Kristallwachstum am Diamantkeim
CVD ODER HPHT?

Welches Verfahren ist besser?

CVD und HPHT sind zwei unterschiedliche Wege zur Herstellung von Labordiamanten. Aus der Bezeichnung des Wachstumsverfahrens allein lässt sich nicht ableiten, welcher fertige Diamant schöner oder hochwertiger ist.

CVD beschreibt die Entstehung

Die spätere Qualität hängt zusätzlich von den individuellen Eigenschaften und der Verarbeitung des konkreten Diamanten ab.

HPHT beschreibt die Entstehung

Auch hier sollten Schliff, Farbe, Reinheit, Maße und Karatgewicht des fertigen Diamanten betrachtet werden.

ROSY TippWählen Sie einen Diamanten nicht allein nach dem Begriff CVD oder HPHT. Entscheidend ist die Qualität des fertigen Steins.
NACH DEM WACHSTUM

Was bedeutet Post-Growth Treatment?

Wachstum und Nachbehandlung sind zwei unterschiedliche Schritte.

Bei bestimmten Labordiamanten können nach dem eigentlichen Kristallwachstum zusätzliche technische Verfahren eingesetzt werden, beispielsweise um bestimmte Farbeigenschaften zu verändern oder zu optimieren.

Transparenz ist wichtigEin unabhängiger gemmologischer Bericht kann Hinweise zum Wachstumsverfahren und zu erkennbaren beziehungsweise dokumentierten Nachbehandlungen enthalten.
SCHRITT 3

Vom Rohkristall zum Schmuckdiamanten

Vom Rohkristall über das Schleifen zum polierten Labordiamanten

Nach dem Wachstum liegt noch kein fertiger Schmuckdiamant vor. Der Rohkristall muss zunächst analysiert und für den bestmöglichen Schliff geplant werden.

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Planung

Form, Proportionen und mögliche Ausbeute des Kristalls werden beurteilt.

2

Schleifen

Der Rohkristall erhält seine geplante Form und Facettenstruktur.

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Polieren

Die Facetten werden präzise bearbeitet, damit die gewünschte optische Wirkung entstehen kann.

Aus demselben Wachstumsprozess können dadurch sehr unterschiedliche fertige Diamanten entstehen – beispielsweise Round Brilliant, Oval, Pear, Cushion oder andere Fancy Shapes.

QUALITÄTSKONTROLLE

Was passiert nach dem Schleifen?

Nach der Verarbeitung wird der fertige Diamant anhand seiner gemmologischen Eigenschaften beurteilt.

4C

Carat, Cut, Color und Clarity helfen dabei, wichtige Eigenschaften des Diamanten zu beschreiben.

Weitere Merkmale

Je nach Form und Bericht können zusätzlich Maße, Politur, Symmetrie und weitere Eigenschaften dokumentiert werden.

ROSY ZertifikatsstandardBei einem einzelnen Labordiamanten ab 0,50 ct erhalten Sie bei ROSY Lab Diamonds einen unabhängigen IGI-Grading-Report sowie zusätzlich das ROSY Produktzertifikat.
KURZ ZUSAMMENGEFASST

So entsteht ein Labordiamant

  • Ein Diamantkeim bildet den Ausgangspunkt.
  • Der Diamant wächst durch CVD oder HPHT.
  • Es entsteht ein Rohkristall – noch kein fertiger Schmuckstein.
  • Mögliche Nachbehandlungen finden erst nach dem Wachstum statt.
  • Der Rohkristall wird geplant, geschliffen und poliert.
  • Der fertige Diamant wird gemmologisch beurteilt.
  • Die sichtbare Qualität hängt nicht allein vom Wachstumsverfahren ab.
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